Positionen der ESU
   
   

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Positionen

Zustimmung für ESU-Resolutionen
NEU  Marseille (7. Dez.2011). Die Delegierten des VII. Kongresses der Europäischen Volkspartei (EVP) haben die folgenden Resolutionen der Europäischen Senioren Union (ESU) beschlossen:


Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP), Marseille (Frankreich) 7.Dezember 2011
"Allen Generationen verpflichtet", Rede des Präsidenten der Europäischen Senioren Union (ESU), Dr. Bernhard Worms (D)

Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP),
Marseille (Frankreich) 7. Dezember 2011

“Allen Generationen verpflichtet”
Rede des Präsidenten der Europäischen Senioren Union (ESU), Dr. Bernhard Worms (D)

Unser diesjähriger Kongress hat die ausdrucksstarke Überschrift: “EUROPA nach vorne bringen!”

Wir, die Europäische Senioren – Union (ESU) stellen uns nachhaltig  hinter diese Forderung, sodass meine Freunde mich gebeten haben,  hier und heute die drei zentralen Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Jahren vorzutragen und gleichzeitig um Unterstützung zu bitten von allen, die mit uns in der EVP verbunden sind.

Ich denke, jeder stimmt zu, wenn ich als Erstes die für uns unaufgebbare Forderung nenne:

“Stopp der öffentlichen Schuldenpolitik!”

Gestützt auf den Lissabon-Vertrag wollen wir gemeinsam mit weiteren Mitgliedsorganisationen europaweit zu einer Unterschriftenaktion aufrufen mit dem politischen Ziel, der wachsenden Verschuldung der öffentlichen Haushalte Einhalt zu gebieten, sie mittelfristig zu beenden.

Für uns ist die fortschreitende Verschuldung der  wohl schwerste Verstoss gegen die Solidarität zwischen allen Generationen.

Eine Zahl: über 5 Mio. junge Menschen sind in der EU arbeitslos. Frage: Wie sollen denn diese Mitbürger die notwendigen sozialen Leistungen aufbringen? Gilt nicht  für uns alle das Gebot einer solidarischen Gesellschaft?

Alle politischen Beschlüsse müssen sich danach orientieren, dass diese keine Erhöhung der Netto-Verschuldung nach sich ziehen.

Ein zweiter, politisch gravierender Vorgang ist der bei jeder politischen Begegnung angesprochene demografische Wandel. Schlussfolgerungen aus den vielen Feststellungen finden aber  nur mühsam Eingang in die konkrete Arbeit von Parlamenten und Regierungen.

Deshalb haben wir bereits für Mitte März zu einer ersten, europaweiten Konferenz nach Karlsruhe (D) eingeladen, um die für uns wichtigste Frage:

“Wie schaffen wir  Solidarität zwischen den Generationen ?”

mit konkreten Antworten zu versehen. Diese wollen wir in der Form von Anträgen an das EU – Parlament, an die  Kommission und natürlich auch an unsere Mutter, die EVP, weiterleiten.      

Zwei Stichworte seien mir erlaubt:

1) Sicherung einer auskömmlichen Rente, des einzigen Alterseinkommens von Millionen unserer Mitbürger, letzteres auch im Lichte der Erkenntnis der Weltfinanzkrise und der Gefahr einer Inflation.

2) Sicherung einer menschenwürdigen und finanzierbaren Pflege.

Unser dritter Schwerpunkt orientiert sich an dem von uns sehr begrüßten Motto der EU für 2012

“ Das Jahr  des aktiven Alterns und der Generationengerechtigkeit!”

Wir Älteren werden leider noch immer als Hilfsbedürftige und Abhängige verstanden. Zum aktiven Altern gehört vordringlich die Bereitschaft, in der Gesellschaft Aufgaben ehrenamtlich wahrzunehmen. Eine deutsche Statistik belegt, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einem Jahr  4,5 Milliarden Arbeitsstunden  unentgeltlich, also ehrenamtlich geleistet worden sind. Wir sind stolz darauf, dass sich in unseren Reihen eine neue Kultur des Ehrenamtes entwickelt hat, die wir unterstützen und ausbauen.

Unser Fazit ist: Wir arbeiten an einem System sich ergänzender Alterseinkommen, z.B. durch fließende und flexiblere Übergänge in die Rentenphase, die Öffnung der Rentensysteme für Zuverdienste, die Einführung von Arbeitskonten, um so Formen von “Seniorenarbeit”  nach Eintritt in die Rente zu entwickeln.  

Die Europäische Senioren Union versteht sich nicht als Lobbyisten – Verband, sondern wir kämpfen für alle Generationen, damit in einer lebens- und liebenswerten Gesellschaft alle Menschen – vor allem unsere Kinder – die Chance zum sozialen Aufstieg bekommen.  

 

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