Zyperns Zukunft braucht Alt und Jung
Phoebus Zachariades empfing zur 1. Regionalkonferenz des Mittelmeerraumes
Text von Ulrich Winz
Nikosia, 24./25. Mai 2008. Das Generalthema des VI. Kongresses der ESU vom Oktober des Vorjahres aufgreifend, befasste sich die erste Regionalkonferenz „Mittelmeer“; mit der Zusammenarbeit der Generationen. „Heute Jugendliche - morgen Senioren“; hieß das Thema, zu dem sich Repräsentanten des gastgebenden Landes mit Gästen der ESU-Seniorenverbände Italiens, Maltas und Spaniens (Baskenland), der griechischen Partei Nea Demokratia - Vizepräsidentin Maria Mantziafou-Kanellopoulou - sowie Ehrengästen aus Deutschland - ESU-Präsident Dr. Worms und Generalsekretärin Uhlenbrock - sowie aus Schweden - Vizepräsident Leif Hallberg - in der Republik Zypern trafen.
Die Seniorenorganisation Zyperns unter Vorsitz von Phoebus Zachariades hatte sich der Mitwirkung der Universität Zyperns vergewissert. Die Schirmherrschaft hatte die Ministerin für Arbeit und Soziale Angelegenheiten Soteraoulla Charalambous übernommen.
Mit großem Interesse folgten die Konferenzteilnehmer den Darlegungen von Politikern und Wissenschaftlern, die sich vorbehaltlos für die generationenübergreifende Zusammenarbeit aussprachen. Das trifft im besonderen für die Vizepräsidentin der Internationalen Jungdemokraten-Union (IYDU), lonanna Syngrasiti zu.
Der Verlauf der Tagung machte deutlich, dass die Zukunft der Republik Zypern vom Ideenreichtum und der Schaffenskraft von Alt und Jung abhängt. Das wurde besonders deutlich beim Besuch der Sehenswürdigkeiten in der noch immer geteilten Hauptstadt. Beim Anblick der Grenzlinie, die die Altstadt zerschneidet, äußerte Präsident Dr. Worms die Hoffung, dass die derzeitigen Bemühungen der griechisch-zypriotischen und der türkischzypriotischen Seite über die Normalisierung der Beziehungen und die Wiedervereinigung Zyperns bald von Erfolg gekrönt sein werden.
„Die in Deutschland gesammelten Erfahrungen“; so Worms, besagen, dass die überwindung der Spaltung, die hier nun schon 34 Jahre anhält, „ein schwieriger Prozess sein wird, für den die Politik die Erfahrungen der älteren und den Elan der Jüngeren dringend benötigt“;. Es sei an der Zeit, dass die Mitgliedschaft Zyperns in der Europäischen Union vom ganzen Land wahrgenommen werden kann. Er freue sich auf den Tag, an dem er die Prinzipien der ESU vor einer Seniorenvereinigung, die das ganze Zypern repräsentiert, darlegen kann.
„Lassen Sie uns unsere nunmehr 13 Jahre währende Tätigkeit in der ESU konsequent fortsetzen. Sie dient dem Ziel, Frieden und Versöhnung in allen Teilen unseres leidgeprüften Kontinents zu fördern und Demokratie zu stabilisieren. Zypern verdient dabei unsere besondere Aufmerksamkeit und Solidarität.“
Ulrich Winz
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